Langeweile ist auch Stress

Dass Zeitdruck und Überforderung im Berufs – und Alltagsleben zu Stress führen, ist hinlänglich bekannt. Unterforderung und Langeweile im Job bedeuten aber auch Stress für den Körper. Der sogenannte Bore-Out Effekt tritt ein.


Der Bore-Out Effekt beschreibt das Gegenteil von Burn-Out: Man ist nicht gestresst und geschafft, weil die Arbeit zu viel ist und man nicht mehr weiß, wo vorne und wo hinten ist, sondern weil man Nichts zu tun hat.

Der Job am Schreibtisch kann Phasen der Untätigkeit mit sich bringen. Es gibt Momente, da klingelt kein Telefon und die Aufträge sind alle abgearbeitet. Ein paar mal ist so etwas in Ordnung. Wenn dies aber regelmäßig aufkommt, fängt der Stress an: Man macht sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz. Wenn nichts zu arbeiten da ist, werde ich überhaupt noch gebraucht? Also beginnt hier die Suche nach krampfhafter Beschäftigung, welches wieder im Stress endet.

Aber nicht nur im Job tritt dieser Effekt auf. Wer sich langweilt, unterfordert seinen Körper und die Folgen sind ähnlich wie beim Stress: Vergesslichkeit, Zerstreutheit und Konzentrationsmangel sind die Folge.

Langeweile hat also in allen Bereichen die gleichen Auswirkungen wie Überforderung. Idealerweise wechseln sich anstrengende, fordernde und entspannende Phasen ab. Sollte das nicht so sein, gerät der Körper unter Stress, egal welche Seite überwiegt.

Welchen Stress man auch immer hat, man sollte sich einen entsprechenden Ausgleich schaffen: Radfahren, Joggen, Lesen oder ein Anspruchsvolles Hobby.

Quellen

http://www.lifeline.de/llspecial/arbeit_leben/gesund_arbeiten/content-178189.html

http://www.dkv.com/leben-stress_29_50_51_8881.html

http://www.lifeline.de/llspecial/persoenlichkeit/stress_burnout/content-130278.html