Kaffee – Lebenselixier oder Droge?

Wer kennt nicht die Sucht vieler Büroangestellter: Kaffee. Regelmäßige Schlangen an der Kaffeemaschine und sofort geleerte Kannen sprechen Bände. Ich selber gehöre auch dazu. Kannenweise Kaffee als einzige Flüssigkeitaufnahme am Tag – Ist das überhaupt gesund? Kaffee entzieht Feuchtigkeit, macht süchtig, belebt… Ich versuche mir und meinem Gewissen Klarheit zu verschaffen und schaue mal, was der Kaffee-Konsum mit sich bringt.


Was macht Kaffee?

In kurzer Form passiert folgendes: Wenn im Gehirn gearbeitet wird, werden Informationen zwischen den entsprechenden Nervenzellen ausgetauscht. Als Nebenprodukt entsteht Adenosin, welches, in entsprechender Dosis, den Datenaustausch behindert. Man kann nicht mehr so schnell denken, wird müde und abgeschlagen. Wenn man jetzt eine Pause macht, sinkt der Adenosin Pegel und man kann wieder flott denken.

Die Alternative dazu: Einen Kaffee trinken. Laut Stiftung Warentest ( Link) hat eine normale Tasse Filterkaffee 80-120 Milligramm Koffein. Dieses Koffein hat eine ähnliche molekulare Struktur wie Adenosin und besetzt an den Nervenbahnen dieselben Rezeptoren. Allerdings hat Koffein nicht die gleiche Wirkung. Man kann also in gewohnter Geschwindigkeit weiterdenken.

Hier liegt aber auch die Gefahr zur Sucht: Der Körper schüttet Adenosin aus, um sich selbst zu einer Pause zu zwingen. Wird diese, durch den Kaffeekonsum, nicht gemacht, schüttet der Körper immer mehr Adenosin aus und man braucht auf Dauer auch immer mehr Koffein um wach zu bleiben.

Wasserentzug

Man hört immer wieder, dass Kaffee dem Körper Wasser entzieht und man deswegen reichlich Wasser zusätzlich trinken soll. Dem ist nicht so. Mittlerweile wurde festgestellt, dass das zwar bei einmaligen Konsum zutrifft, der Körper sich aber daran gewöhnt und bereits nach 3-7 Stunden zu Gegenmaßnahmen greift, um den Flüssigkeithaushalt zu regulieren ( Quelle: DGE ). Auch meine persönlichen Erfahrungen mit bis zu 12 Pott Kaffee sprechen nicht für einen Wassermangel. Zumindest bekomme ich keine Durstattacken oder ähnliches.

Nebenwirkungen und Auswirkungen

Kopfschmerzen gehören wohl zu den häufigsten Entzugserscheinungen von Koffein. Ansonsten wirkt sich bei mir Kaffee nur positiv aus. Oft gelingt es durch den Genuss von Kaffee Denkblockaden zu lösen und einen Schritt weiterzukommen. Ob es im Einzelnen wirklich am Kaffee liegt, oder einfach daran, dass man aufsteht, zur Kaffeemaschine geht und sich mal wieder bewegt, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber als Gesamtpaket klappt es 🙂

An mir persönlich kann ich keine negativen Auswirkungen feststellen. Ich liebe Kaffee und trinke auch abends um 22.00 Uhr noch eine Tasse, wenn mir danach ist.

3 Kommentare

  1. 2-3 Tassen müssen morgens schon sein! Sonst wird der Tag nix! 😉

  2. Bei dem Artikel fehlte noch eine morgendliche Tasse Kaffee, hier steht nämlich, dass eine Tasse 80-120 Gramm Koffein enthält. Damit kriegt man wahrscheinlich einen komatösen Elefanten wieder fit, gemeint sind Milligramm. Oder ist das ein versteckter Aufmerksamkeitstest? 😉

  3. Tatsächlich… Vielen Dank für den Tipp und ja, kann sein dass mir eine Tasse fehlte 😉