Ist der Löwenzahn giftig?

Wer kennt Ihn nicht, den Löwenzahn. Und wer hat nicht schonmal die kleinen „Fallschirme“ der Pusteblume fliegen lassen? Doch aufgepasst: Der Löwenzahn kann giftig sein!


Löwenzahn ist giftig

Die Giftinformationszentrale Bonn zählt den Löwenzahn zu den giftigen Planzen. Der Saft in den Stengeln und Blättern kann durch seine Bitterstoffe, Harze und Triterpene Magen- und Darmbeschwerden auslösen und bei Hautkontakt kann der Saft zu Hautirritationen führen.

Allerdings treten die Beschwerden erst bei dem Verzehr einer größeren Menge Löwenzahn auf. Und wer jetzt inne hält und über Salate und so weiter grübelt, dem sei gesagt:

Löwenzahn kann man trotzdem essen

Junge Blätter kann man essen und zum Beispiel als Salat zubereiten. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten: so kann man zum Beispiel die geschlossenen Blüten rösten (Hier gibt es das Rezept), oder als Wildkräuterporridge zubereiten.

Löwenzahn kann heilen

Die giftige Wirkung des Löwenzahn kann auch umgekehrt genutzt werden: So kann ein aus der Wurzel gewonnener Tee gegen Magen- und Darm-Verstimmungen helfen.

Weitere Möglichkeiten

Löwenzahn eignet sich auch zur Seifenherstellung: Anettes Seifenschatz

Wie man sieht, ist der Löwenzahn zwar giftig, allerdings nur begrenzt, so dass wir weiterhin die Pusteblumen pusten und uns an den kleinen „Fallschirmen“ erfreuen können. Man sollte aber gerade bei kleinen Kindern trotzdem darauf achten, dass sie den Löwenzahn nicht essen, um unangenehme Nebenwirkungen zu vermeiden.

Quellen

http://www.onmeda.de/aktuelles/news/löwenzahn_gut_für_verdauung-3928.html